Eine Schule voller „Schlauberger“

Die Veränderungen in unserer Gesellschaft schlagen sich auch in unserem Schulleben nieder. Um unseren Schülerinnen und Schülern Chancengleichheit zu ermöglichen und sie an selbständiges Lernen und Arbeiten heranzuführen , haben wir uns von den Hausaufgaben im üblichen Sinne verabschiedet und die „Schlauberger“ in unser Schulleben integriert.

In den Klassen 1 und 2 haben die Schülerinnen und Schüler 3 Schlaubergerstunden pro Woche. Die Kinder bekommen zu Beginn der Unterrichtswoche ihren individuellen Schlaubergerplan, auf dem die Aufgaben notiert sind, die sie im Laufe der Woche während der Schlaubergerstunden bearbeiten sollen. Die differenzierten Schlaubergerpläne richten sich nach dem jeweiligen Leistungsstand der einzelnen Kinder. Bilder und diverse Symbole auf den Plänen und auf dem Arbeitsmaterial ermöglichen den Schülern, sich selbständig zu organisieren und eigenständig zu arbeiten. Selbstverständlich ist in jeder Stunde eine Lehrerin anwesend, die die Kinder bei Bedarf unterstützt.

Falls es möglich ist, kontrolliert die Lehrerin während der Schlaubergerstunden erledigte Aufgaben und notiert dies auf dem Schlaubergerplan. Zudem werden die Schlaubergerhefter eingesammelt, von den Lehrerinnen durchgesehen  und mit Kommentaren versehen. Ein Schlaubergerstempel unter jedem Schlaubergerplan und Lobkärtchen für erzielte Ergebnisse fördern zusätzlich die Motivation der Kinder.

In regelmäßigen Abständen nehmen die Schülerinnen und Schüler ihre Schlaubergerhefter mit nach Hause, damit die Eltern über den Leistungsstand und die Arbeits- und Lernentwicklung ihrer Kinder kontinuierlich informiert sind.

In der Klasse 3 (und ab dem Schuljahr 2015/2016 auch in Klasse 4) haben die Schülerinnen und Schüler 2 Schlaubergerstunden pro Woche.

Die Organisation und Durchführung der Schlaubergerstunden gestalten sich, wie es den Kindern bereits aus den Klassen 1 und 2 bekannt ist. Hinzu kommt allerdings, dass die Kinder Schlaubergeraufgaben auch Zuhause bzw. in der Betreuung bearbeiten. 

Nach einer zweijährigen Erprobungsphase des Schlaubergerkonzeptes an unserer Schule, hat eine Evaluation des Konzepts durch Eltern, Schülerinnen, Schülern und Lehrerinnen ergeben, dass die überwiegende Mehrheit mit dem Schlaubergerkonzept zufrieden ist, die Ziele dieses Konzeptes erreicht werden und eine Weiterführung der „Schlaubergerstundengewünscht ist.

Nach einstimmiger Abstimmung in der Schulkonferenz (05.11.2014) wurde das Schlaubergerkonzept nun auch in letzter Instanz genehmigt und verabschiedet.

Wir freuen uns über ein Haus voller „Schlauberger“ an der Gerhard Tersteegen Schule.